Was lange währt, wird endlich gut

Hallgrímskirkja – Hallgrímskirche

Hallgrímskirkja – Hallgrímskirche

Bereits 1937 legte der Staatsarchitekt Guðjón Samúelsson (1887–1950) die Baupläne für die Hallgrímskirkja vor, die die größte Kirche des Landes werden sollte. Doch dauerte es noch bis 1986 ehe die Kirche einen Tag vor dem 312. Todestag Hallgrímur Péturssons (dem Namensgeber der Kirche) und in dem Jahr, in dem Reykjavík sein 200jähriges Bestehen als Stadt feierte, geweiht werden konnte.

Hallgrimskirkja, Kirchenschiff, Reykjavík, ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, IMG_4765__2009-07-10_18-26-00_aA

Lichtdurchflutetes Kirchenschiff. Durch die Fenster im Altarraum scheinen die Blauen Berge.

1945 begannen die Bauarbeiten schließlich und letztendlich wurde ein Gotteshaus geschaffen, dessen Struktur an die eindrucksvollen Basaltformationen erinnert, die man an vielen Orten des Landes findet. Von Guðjón Samúelssons Hand stammen außer der Hallgrímskirkja noch eine Reihe von wichtigen Gebäuden, die das Gesicht der Stadt prägten, wie das Nationaltheater (Hverfisgata), das Universitätsgebäude, der katholische Dom Landakótskirkja, das Krankenhaus Landspítalinn, Austurstræti 16 und Hótel Borg. Aus dieser Liste lässt sich leicht ersehen, dass Guðjón Samúelsson in größeren Dimensionen dachte. Und tatsächlich war die Kirche mit ihrem 73 m hohen Turm lange das höchste Gebäude des Landes.

Hallgrimskirkja, Kirchturmuhr, Reykjavík, ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, IMG_9959__2010-05-11_14-37-18_aA

Durch die unteren Scheiben der Kirchturmuhren hat man einen wunderschönen Blick über die Stadt.

Der Aufstieg auf den Turm lohnt sich und ist mit dem Aufzug auch recht einfach. Von dort aus bietet sich ein grandioser Ausblick über die Stadt. Bei besonders gutem Wetter kann man sogar den 100 km entfernten Gletscher Snæfellsjökull erkennen.

Namenspatron der Kirche war der Poet und Geistliche Hallgrímur Pétursson (1614–1674), der mit seinen Predigten und Dichtungen einen wesentlichen Einfluss auf das geistliche Leben Islands ausgeübt hat. Seine Passionspsalmen und Hymnen werden noch immer gesungen und gelesen und gehören zu den meistverkauften Büchern Islands.

Die Hallgrímskirche ist eine Gemeindekirche, doch werden ihre 1200 Sitzplätze auch regelmäßig für gut besuchte Konzertaufführungen genutzt und in den anderen Räumlichkeiten der Kirche finden regelmäßig Kunstausstellungen statt.

Hallgrimskirkja. Orgel, Reykjavík, ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, IMG_4771__2009-07-10_18-26-44_aA

Deutsche Wertarbeit: Die Orgel der Hallgrímskirkja

1992 wurde eine Konzertorgel von 15 m Höhe von Johannes Klais, einem Orgelbauer aus Bonn, eingeweiht. Mit ihren 5275 Orgelpfeifen (die größte davon misst 10 m), die bei Gottesdiensten und Konzerten zum Einsatz kommen, ist sie auch die größte Orgel Islands. Sowohl im Sommer als auch im Winter gibt es eine Reihe von Orgelkonzerten mit in- und ausländischen Künstlern.

Die Glasarbeiten, die bronzene Eingangstür, die Kanzel und das Taufbecken sind Werke von Leifur Breiðfjórð, der einen großen Teil seiner Arbeiten sakralen Werken widmet. Sowohl in der Kanzel als auch im Taufbecken aus isländischem Säulenbasalt und tschechischem Bleikristall sind Zitate aus den Passionspsalmen Hallgrímur Péturssons und Bibelzitate verarbeitet.

Hallgrimskirkja, Einar Jónsson: Jesusstatue, Reykjavík, ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, IMG_9986__2010-05-11_14-47-27_aA

Jesusstatue von Einar Jónsson mit den Händen des Gewerkschaftsführers Guðmundur Jaki Guðmundsson

Einar Jónsson schenkte 1948 der Kirche die Jesusstatue, die gleich neben dem Eingang zum Kirchenschiff steht. Jesus empfängt den Heiligen Geist nach der Taufe im Jordan. Es heißt, als Modell für die Hände Jesu soll sich Jónsson den Gewerkschaftsführer und sozialistischen Politiker Guðmundur Jaki Guðmundsson gewählt haben, der von großer Statur war (daher der Spitzname Jaki = Muskelmann) und wohl sehr schöne Hände gehabt haben muss. Von Einar Jónsson stammt auch ein kleines Bronzebildnis Hallgrímur Péturssons.

Hallgrimskirkja, Reykjavík, ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, Island - Iceland 2007 09

Die Skólavörðurstígur mündet in der Hallgrimskirkja.

Ein weiteres, sehr schönes Kunstwerk im Kirchenschiff ist die Skulptur „Märtyrer“ (Píslarvottur) von Sigurjón Ólafsson (1908–1982).

Die Ikonen im Chorraum sind Gemälde der Künstlerin Kristín Gunnlaugsdóttir (1963), die Darstellung der Muttergottes mit Kind stammt von Guðmundur Einarsson (1895–1963).

Da die Hallgrimskirkja auf dem höchsten Punkt auf einem Hügel in der Innenstadt steht, kann sie einem als einfacher Markierungspunkt dienen.

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    das Nationalmuseum in Reykjavík auch Gaben von Elfen an Menschen ausgestellt hat.

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    Bier erst 1980 legalisiert wurde (Wein und Schnaps gab es auch schon früher legal).

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    es in Island offiziell nur Sommer und Winter gibt.

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    nur in Island der braune Polarfuchs vorkommt.

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    Ingolfur als erster Siedler an der Stelle an Land ging, die heute Hauptstadt des Landes ist.

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    Island das einzige europäische Land ist ohne einen McDonald’s.

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    zwei Drittel der Gesamtbevölkerung Islands in Reykjavík und Umgebung wohnt.

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    Strokkur, der aktive Geysir so zweimal alle 15 Minuten in die Höhe schießt.

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    die Ásatru, die die alten Götter wir Þór (Thor) und Freya verehren, als Religion anerkannt sind.

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    Reykjavík die nördlichste Hauptstadt der Welt ist.

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