RIFF – Reykjavik International Film Festival vom 27.09.–7.10.2012

In elf Tagen zeigt das Reykjavik International Film Festival, kurz RIFF, mehr als 100 Filme. Ungefähr zehn deutsche Filme werden dabei den Fokus des diesjährigen Festivals bilden. Insgesamt werden Filme aus ungefähr 40 Länder gezeigt. Inhaltlicher Schwerpunkt des Festivals, bei dem sowohl Spielfime und Dokumentationen gezeigt werden, liegt dabei vor allem auf jungen, aufstrebenden Filmemacher. Einige der Filme werden innerhalb des Wettbewerbs um den Golden Puffin, dem Goldenen Papgeientaucher, gezeigt, der am Ende des Festivals von der Fachjury verliehen wird.

Ob der Gewinner (m/w) sich wohl noch schöner über den neuen Schornsteinmantelbewohner freuen kann als Atli? Der Golden Puffin des RIFF – Reykjavik International Film Festival. ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, 2012-09-04__MG_2380_00011
Ob der Gewinner (m/w) sich wohl noch schöner über den neuen Schornsteinmantelbewohner freuen kann als Atli? Der Golden Puffin des RIFF – Reykjavik International Film Festival.

Außer dem Golden Puffin werden in dem seit 2004 zum neunten Mal stattfindenen Festival noch mehr Preise vergeben, unter anderem auch ein Publikumspreis. Der Golden Puffin wird verliehen an Regisseure, die ihren ersten oder zweiten Film gedreht haben.

„Dabei geht es uns um fortschrittliche Filme, um das Kino von morgen“, sagt Atli Ballason, einer der 25 Mitarbeitern, die für die Organisation des Festivals sorgen. „Orginalität und Qualität stehen im Vordergrund. Außerdem veranstalten wir während des Festivals unter anderem ein Talent Lab und finden eine ganze Anzahl an Workshops für Filmemacher statt.“

„Wir glauben, dass man mit Kunst, und in unserem Fall mit Filmen, tatsächlich die Welt verändern kann. Wir zeigen Filme, die unterhalten, aber auch die Anstöße geben und zum Nachdenken anregen sollen, wie man diese Welt zum Besseren verändern kann.“

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Ganz im Zeichen des Papageientauchers: Das RIFF- Reykjavik International Film Festival

Die Spielorte des Festivals sind zum einen die drei Häuser, in denen die meisten Filme gezeigt werden: das Nordische Haus (Norræna húsið), das Háskólabio und das Bío Paradís.

Zum anderen aber gibt es aber auch einige sehr besondere Veranstaltungen: Am 29. September gibt es das ,Swim-In Cinema‘: Plantschend in den Becken des Laugardalslaug-Schwimmbades, kann man die gezeigten Filme auf einer großen Leinwand verfolgen. Am 5. Oktober wird ein FIlm in einer Höhle in der Nähe Reykjavíks gezeigt (man wird mit einem Bus vom Rathaus aus hingefahren). Beim ,Living Room Cinema‘ laden bekannte Isländer in ihre Wohnung ein. So auch der Regisseur Hrafn Gunnlaugsson, der in den 1980er und 90er Jahren unter anderem eine sehr erfolgreiche Wikinger-Trilogie drehte. Wenn man also schon immer mal bei einem Regisseur zu Hause einen Film anschauen wollte, gibt es hier die Gelegenheit dazu.

Ein Höhepunkt des Festivals dürfte sicherlich am Tag der Deutschen EInheit die Aufführung des Fritz Lang Klassikers ,Metropolis‘ aus dem Jahr 1927 in der Harpa sein.Der Film wird mit Live-Musik des ehemaligen Sängers der Krautrockgruppe CAN begleitet.

Natürlich gehören zu einem ordentlichen Filmfestival auch ein Lorbeerkrans für die ausgewählten Filme. Laurel_vector.jpg
Natürlich gehören zu einem ordentlichen Filmfestival auch ein Lorbeerkrans für die ausgewählten Filme.

Im Nordischen Haus (Norræna Húsið) findet zudem am 2. Oktober um 18:00 Uhr die Ausstellungseröffnung mit Fotos der deutschen Filmemacherin undf Fotografin Ulrike Ottinger statt. Mehr Informationen auch hierzu gibt es auf der Website des Festivals (siehe unten).

Übrigens werden, als Faustregel, alle nicht-englischsprachigen Filme im Original mit Untertiteln gezeigt. Möchte man sich mehrere Filme während des Festivals anschauen, lohnt sich recht schnell einer der Festivalpässe, die einen verbiligten und zum Teil auch priviligierten Eintritt ermöglichen. Informationen hierzu gibt es auch der Website des Festivals (siehe unten).