Markante Berspitzen aus hellem Vulkangestein

Überreste eines Zentralvulkans: Die Móskarðshnúkar

Überreste eines Zentralvulkans: Die Móskarðshnúkar

Von Björn Kozempel, Mountain Guide – Auf dem Weg von Reykjavík nach Þingvellir durchquert man das vegetationsreiche Mósfellsdalur, das im Norden von den flachen Bergen der Esja und den spitzen Zähnen der Móskarðshnúkar begrenzt wird. Diese Bergkette aus hellrotem Rhyolith-Gestein bildete einst den Rand des gigantischen Kraters eines Zentralvulkans, der die gesamte Landschaft prägte. Die höchste der insgesamt vier Bergkuppen liegt 807 Meter über dem Meeresspiegel und bietet einen herrlichen Ausblick in alle Richtungen.

Die höchste Bergkuppe des Móskarðshnuúkar ragt 807m über den Meeresspiegel empor. ©Björn Kotzembel, 2012-09-23_IMG_9796_00004

Die höchste Bergkuppe der Móskarðshnúkar ragt 807m über den Meeresspiegel empor.

Der Parkplatz liegt einen Steinwurf vom Flussbett der Skarðsá entfernt, über die eine solide Brücke für Wanderer führt. An dieser Stelle ist die erste und letzte Gelegenheit, die Wasserflaschen für den bevorstehenden Aufstieg zu füllen. Von hier aus sehen Sie bereits die Bergkette, die bestiegen werden soll und können den Weg zunächst mit dem Auge erwandern. Den Móskarðshnúkar vorgelagert sehen sie zwei weitere Bergspitzen, zur Linken den etwas kleineren und unscheinbareren Gráhnúkur, unser erstes Wanderziel. Zur Rechten sehen Sie den imposanten, runden Felskopf des Bláhnúkur aufragen.

Die Holzbrücke bewahrt vor nassen Füßen. ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, _MG_6692

Die Holzbrücke bewahrt vor nassen Füßen.

Unser Weg führt uns zunächst hinter der Brücke direkt nach Norden auf die Spitze des Gráhnúkur. Hier gibt es keinen abgesteckten Weg und der Wanderer muss sich an den Bergspitzen und an der Landschaft orientieren. Von dort aus folgen Sie dem dahinter liegenden, recht steilen und stellenweise steinigen Hang hinauf auf den Bergrücken der Móskarðshnúkar. Dieser Teil der Wanderung ist der bei weitem anstrengendste und dauert für gewöhnlich mehr als eine Laufstunde. Nehmen Sie sich die Zeit, den Hang zu bewältigen, weil im Anschluss kaum noch nennenswerte Steigungen überwunden werden müssen.

Oben angekommen wird man oft von einem frischen Wind erwartet und sollte sich trotz des Schweißes unbedingt wieder warm anziehen. Hier bietet sich ebenfalls Gelegenheit, eine kleine Pause einzulegen, die Batterien mit Proviant wieder aufzuladen und den ersten Ausblick zu genießen.

Rotweißer Rhyolith, ©Björn Kotzembel, 2010-08-10_rotweisser_Rhyolith_00001

Rotweißer Rhyolith

Frisch gestärkt folgt die zweite Etappe der Wanderung. Sie folgen nun dem Rücken der Bergkette Richtung Osten und wandern auf schottrigem Untergrund auf die erste Bergkuppe der Móskarðshnúkar. Auf beiden Seiten fällt das Terrain recht steil ab. Sie blicken auf der linken Seite ins Norðurárdalur und auf der rechten Seite ins Mósfellsdalur. Auf der ersten Bergkuppe haben Sie einen guten Überblick über den noch bevorstehenden Weg und schauen auf die drei weiteren Rhyolith-Spitzen.

Die zweite Bergkuppe hat einen steilen und felsigen Anstieg, der im Winter oder Frühling verschneit und sogar vereist sein kann. In diesem Fall ist es das Beste, an dieser Stelle umzudrehen. Im Sommer ist diese Kuppe jedoch ohne Probleme begehbar. Wenn man einmal oben ist, bekommt man ein fast alpines Gefühl, weil die Felsen am Nordhang steil abfallen. Bei ungeübten Wanderern könnte auf dieser Spitze Höhenangst aufkommen. Ohne nennenswerten Höhenverlust wartet nach 200 m bereits die nächste Bergkuppe auf uns, die ebenso imposant wirkt.

Blick vom Bergrücken des Móskarðshnúkar Richtung Reykjavík, ©Björn Kotzembel, 2012-09-23_IMG_9790_00003

Blick vom Bergrücken der Móskarðshnúkar Richtung Reykjavík

Vom Ausblick erquickt geht es nun einen steinigen Hang hinunter, bevor wir die letzte und beeindruckendste Kuppe der Móskarðshnúkar besteigen (807m). Diese ist sehr spitz und komplett in roten und weißen Rhyolith gekleidet. Die letzten Meter können etwas rutschig sein, da die Erosion viel Geröll am Hang gelockert hat. Folgen Sie den ausgetretenen Pfaden auf die Spitze. Der Blick reicht an schönen Tagen bis nach Reykjavík, im Westen sehen wir Skálafell und im Norden den Berg Trana.

Auf der Spitze des Móskarðshnúkar hat man eine tolle Aussicht. ©Sabine Burger, Alexander Schwarz, _MG_6748

Auf der Spitze der Móskarðshúkar hat man eine tolle Aussicht.

Von ganz oben folgen Sie nun dem Weg wieder hinunter. Auf dem Pass zwischen den beiden Spitzen finden Sie einen breiten und gut sichtbaren Wanderweg, der auf der Südseite der Móskarðshnúkar direkt zum Bláhnúkur führt. Diese kleine jedoch ansehnliche Felsspitze gibt eine gute Gelegenheit für eine letzte Pause, bevor wir dem Weg südlich des Felskopfes hinunter ins Tal folgen. Beim Abstieg können Sie auch bereits den Parkplatz erkennen.

, , , , ,

  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    es in Island jährlich circa 20.000 Erdbeben gibt.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    Reykjavík die nördlichste Hauptstadt der Welt ist.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    Ingolfur als erster Siedler an der Stelle an Land ging, die heute Hauptstadt des Landes ist.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    das isländische Wasser zu den besten und reinsten auf der ganzen Welt gehört.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    zwei Drittel der Gesamtbevölkerung Islands in Reykjavík und Umgebung wohnt.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    Island das einzige europäische Land ist ohne einen McDonald’s.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    Island das am dünnsten besiedelte Land Europas ist.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    Bier erst 1980 legalisiert wurde (Wein und Schnaps gab es auch schon früher legal).

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    Island ungefähr so groß ist wie Nordrhein-Westfalen und Bayern zusammen.

    !
  • ?Wussten Sie schon, dass ...

    es sage und schreibe 13 Weihnachtsmänner auf Island gibt.

    !